Session 41 – Der letzte Wunsch

Session 41 – Der letzte Wunsch

Wir kehren zurück zum Platz des Geschichtenerzählers, in der Hoffnung ihn dort anzutreffen
und mehr zu erfahren. Wir finden ihn tatsächlich vor. Er stellt sich als Umram al-Alam vor.
Doch die Geschichte, die er heute zum besten gibt unterscheidet sich von der, die er gestern
vorgetragen hat. Er will sich beim besten Willen auch nicht daran erinnern und verrät uns,
dass er sie in einem Buch aus der Bibliothek gelesen hat, welches ihm von Faruzef – dem
Heschtan Alazar der Bücherei – vorgeschlagen wurde.
Wir überreden Umram kurzerhand uns in die Bibliothek zu begleiten und er erzählt uns ganz
freiwillig vom Hintereingang, durch den er die Silam-Horas-Bibliothek betritt.
Cyrill ist ganz und gar nicht damit einverstanden den illegalen Hintereingang zu benutzen
und geht wie alle Langweiler durch die Vordertür. Er verpetzt uns auch noch bei Amira, doch
die ist völlig unbeeindruckt. Sie weiß von dem weiteren Zugang.
Doch Cyrill erfährt noch etwas anderes, viel interessanteres: Amira ist Faruzefs Tochter. Und
sie hasst ihn mit jeder Faser ihres Körpers.
Wir anderen steigen durch den hinteren Zugang, der uns direkt in die Kammer Faruzefs
führt. Er ist ein alter, ausgemergelter und verwahrloster Mann, der gerade mit einem Besen
eine Ratte tötet. Ganz unpassend für einen Mann dieses Amtes.
Er weist uns den Weg zum Buch über den Meister der Elemente: in Halle 4, Reihe 6, Regal
34, Fach 2 sollten wir fündig werden.
Wir machen uns auf den Weg, verlassen den hinteren Teil der Bibliothek und treffen in der
Haupthalle auf den ach so anständigen Cyrill, der aber gar kein Interesse daran hat uns zu
begleiten. Bestimmt will er das Loch zumauern, welches uns den Zugang gewährt hat, denn
er steuert die Kammer Frauzefs an.
Seis drum. Händchen haltend vor Furcht begeben wir uns ins 2. Untergeschoss. Regal um
Regal erstreckt sich ein Gebirge aus Folianten, in Leder gebundenen Büchern und
Schriftrollen vor uns, überall liegen Blätter rum und überhaupt macht die Bücherei einen
heruntergekommenen Eindruck.
So ist es dann auch nicht verwunderlich als wir am Ziel angekommen gar kein Buch
entdecken.
Überrascht werden wir aber trotzdem, und zwar von einem Geist der aus dem Regal tritt.
Schawani erscheint ebenfalls und übersetzt für uns, denn der Geist berichtet von Umram,
der mit besagtem Buch unter den Arm geklemmt, hinfortgerannt sei. Er will uns ein zweites
Exemplar besorgen, wir sollen aber für ihn das 36. Untergeschoss von einem unheimlichen
Wesen bereinigen. Äh, das 36. Untergeschoss!? Um diese Zahl abzählen zu können muss
ich fast vier mal die Finger an beiden Händen benutzen. Das ist verdammt viel und damit
auch verdammt tief. Ich bin mir nicht sicher, ob das so eine gute Idee ist.
Ganz vorsichtig bewege ich mich rückwärts, weg von dem Geist und ziehe an den
umfassten Händen meiner Kameraden, um unsere Rückkehr an die Oberfläche einzuleiten –
als dem Geist im Namen unserer Gruppe versprochen wird, dass sein Wunsch in Erfüllung
gehen soll.

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