Session 44 – Wir betreten den Turm

Session 44 – Wir betreten den Turm

Wir betreten wieder das Plateau des Hafens, treten zwischen einigen Säulen hervor und finden auf einem großen Platz unzähliger Elfenleiche vor.

Auszug aus dem Tagebuch von Janus Audran:

Wenn Menschen durch Gewalt sterben, kann es sein, dass ihre Seele nicht in das Reich Borons einkehrt. Ich denke, dass es sich bei Elfen genauso verhält. Hier wurde brachiale Gewalt angewendet und extrem mächtige Magie eingesetzt. Ich sehe zertrümmerte Schädel, Brandwunden, etliche Knochenbrüche und die Einwirkung roher und stumpfer Gewalt. Der Kampf muss kurz aber äußerst heftig gewesen sein. Dies bestätigt auch eine Vision die sämtliche unserer Magiebegabten erfahren. Die Elfen mit dem Wappen der geflügelten Sonne habe den Turm offensichtlich angegriffen und die Verteidiger haben sich erbittert zur Wehr gesetzt. Ich werde mich, nach der Untersuchung des Turms, um die Leichen und das Seelenheil der Gefallenen kümmern.“

Wir betreten einen langen Gang der uns zu einer Wendeltreppe führt. Wir entschließen uns zuerst den oberen Teil des Turms zu durchsuchen und beginnen die Treppe hinauf zu steigen. Jede Stufe, die wir besteigen, leuchtet in einem sanften Licht und zeigt kunstvolle Bilder an den Wänden. Es sind Alltagsszenen zu sehen, die sich in prächtigen Gärten abspielen, wo musiziert wurde oder andere Unterhaltung stattfand.

Im ersten Obergeschoss betreten wir einen Raum, in dem einige Podeste stehen worauf jeweils ein geschliffener Kristall liegt. Das Fenster ist wie ein Mosaik aus vielen verschiedenen, bunten und äußerst dicken Glasstücken zusammengesetzt. Das Licht, welches durch das Fenster scheint, bündelt sich in den Kristallen, worauf diffuse Bilder an der Wand erscheinen. Tankred beschwört außerhalb des Fensters eine sehr helle, leuchtende Kugel herauf und alle im Raum anwesenden Personen erfahren eine Vision.

Auszug aus dem Tagebuch von Janus Audran:

„Viele halten, das was sie sehen, für die Zukunft. Ich jedoch denke, dass die Visionen lediglich die innigsten Wünsche offenbaren oder einem schlichtweg das zeigen was man gerne sehen würde. Tankred wittert sofort eine Geschäftsidee und knöpft jedem, der erneut eine Vision sehen möchte, 2 Silberstücke ab. Cyrill, Shaya und ich verlassen den Raum da wir dies für Zeitverschwendung halten. Was ich gesehen habe? Mein Ende oder besser gesagt den Anfang“

Cyrill und Janus beschließen derweil das nächste Obergeschoss zu erkunden und steigen die Treppe hinauf. Janus öffnet die Tür und betritt einen großen und runden Raum. Einige der Fenster sind zersprungen und die Waffen in den Regalen fehlen. In der Mitte hängt ein großer Gong zwischen 2 Rohren die im Boden verankert sind.

 

Auszug aus dem Tagebuch von Janus Audran:

„Ich sollte Cyrill mittlerweile etwas besser kennen. Natürlich ignoriert er nicht den riesigen Gong, der in der Mitte des Raumes hängt und gerade dazu einlädt auf ihn drauf zu schlagen. Tatsächlich grinst er breiter als Tankred im Suff, als er das Spielzeug erblickt. Cyrill nimmt den Schlegel des Gongs und sieht mich gerade zu herausfordernd an. Ich versuche ihn davon zu überzeugen, dass es ist eine äußerst unkluge Idee wäre den Gong zu schlagen, da wir nicht wissen ob in diesem Turm noch irgendetwas oder irgendjemand lebt. Zum Glück steht mir Shaya bei, die in diesem Moment im Türrahmen erscheint da sie etwas Angst hatte alleine vor dem Raum mit den Kristallen stehen zu bleiben.

Cyrill steckt den Schlegel ein, nuschelt irgendetwas von wegen ‚Spielverderber‘ und geht wieder die Treppe runter. Shaya und ich blicken uns an und wissen sofort, dass der jeweils andere natürlich auch gerne den Gong geschlagen hätte, aber dafür sind wir zu vernünftig.“

Nach dem der Rest der Gruppe seine Visionen beendet hat erzählen wir Phileasson was wir vorgefunden haben und machen und daran das erste Untergeschoss zu erkunden. Wir steigen die Treppe hinab und erblicken eine Tür über der sich ein Wappen befindet welches einen Pfeil und einen Zirkel darstellt.

Bei diesem Stockwerk scheint es sich um 2 zusammenhängende Wohnbereiche zu handeln. Der erste Bereich gehörte anscheinend einem Handwerker, was auch den Zirkel erklären würde. Wir finden einen großen Raum mit einem Garten indem einige Bäume wachsen. Ein Rabe schaut mit großen Augen interessiert an und gibt einige merkwürdige Sätze von sich. Ebenfalls finden wir einen Raum mit vielen verschiedenen Werkzeugen und einen kleineren Raum der anscheinend der Entspannung diente. Dort befindet sich ein ausgetrockneter Brunnen auf dem 2 Elfen zueinander gewandt stehen. Einer der beiden ist der Elf dessen Leiche wir in dem Grabmal auf dem großen Eissegler gefunden haben. Wir finden einen Speisesaal und eine Küche, sowie einen leeren Vorratsraum. In einer Bibliothek stehen fast nur noch leere Regale, es sind lediglich noch vereinzelte Bücher vorhanden. Direkt neben der Bibliothek finden wir ein, fast vollständig leer geräumtes, Schlafzimmer. Ein Raum beinhaltet sehr viele, mittlerweile verfallene, Trophäen. Wir finden ebenso einen Raum der der Meditation diente und ein zweites Schlafzimmer.

Auszug aus dem Tagebuch von Janus Audran:

Zirkel und Pfeil, Handwerker und Jäger. Der Handwerker ist anscheinend ausgezogen, während der Jäger in Eile geflohen ist. Dies erkennt man daran, dass in seinem Schlafzimmer einige Sachen wild im Raum verteilt lagen, während die Bibliothek und das Schlafzimmer des Handwerkers ordentlich leergeräumt wurden. Irgendetwas hat einen Keil zwischen sie getrieben. Vielleicht die Elfe, die aus dem Süden kam? War das Pardona von der uns der Geist der Elfe erzählte?“

Wir beschließen wieder in den Garten zu gehen um uns dem nächsten Stockwerk zu widmen, dort erwartet uns erneut der Rabe.

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