Session 43 – Zurück in die Gegenwart

Session 43 – Zurück in die Gegenwart

Der Magier schickt die Gruppe dorthin zurück wo wir herkamen. Der eisige Wind schlägt sofort ins Gesicht und wir befinden uns wieder auf Irfins ewig gefrorenem Ozean.

Auszug aus dem Tagebuch von Janus Audran:

Der Magier hat mich tatsächlich in eine Chimäre aus Mensch und Schlange verwandelt. Aus meinem Rücken wächst nun ein dritter Arm der aus der Schlange besteht und in seinem Maul den schwarzen Kristall trägt. Während der Magier sich darauf vorbereitet uns wieder in unsere Zeit zurückzuschicken frage ich ihn nach Shinxir. Anscheinend wurde er von Rondra besiegt und ist sie hat seinen Platz eingenommen, doch angeblich soll er wieder zurückkehren. Sollte das Pantheon der Götter sich tatsächlich ändern? Ich werde mir später darüber Gedanken machen müssen.“

Nun geht alles ganz schnell. Shaya spricht eine Liturgie und in einem kleinen Bereich steigt die Temperatur merklich und der Wind kommt zum Erliegen. Amalia entfernt den Arm und Thorgal heilt die Wunde mittels Magie. Cyrill verwahrt den Stein aus dem Maul der Schlange sicher.

Shaya und Phileasson nehmen Janus sofort zur Seite und verlangen eine Erklärung, die er ihnen aber nicht geben kann, da sonst Satinavs Aufmerksamkeit droht. Er teilt ihnen mit, dass sie in nächster Zeit von einem Drachen angegriffen werden. Beide sind äußerst skeptisch, beschließen aber fürs Erste Janus im Auge zu behalten und weiterzureisen.

Amalia macht Janus darauf aufmerksam, dass er nun auch noch Schlangenauge besitze. Dies ist also der Preis den er bezahlen muss. Die Eissegler werden bereit gemacht und die Reise geht weiter.

Alles was nun geschieht haben wir bereits erlebt. Die Pfeile der Thorwaler bleiben in der Luft stehen, als der Drache erscheint. In der Ferne taucht die Gestalt von Avatar Friedenslied auf, der sich uns nähert. Diesmal schickt er die Helden aber nicht zurück, da die Aufgaben in der Vergangenheit bereits erledigt haben. Er entfernt sich und die Zeit beginnt weiter zu laufen.

Der Drache nähert sich mit hoher Geschwindigkeit und Cyril schleudert den schwarzen Stein so weit wie möglich von den Eisseglern fort. Dort wo der schwarze Stein das Eis berührt scheint die Magie des Steins mit der Magie des Landes zu reagieren. Der Drache stürzt sich auf den Stein und wird durch die magische Reaktion zur Seite geschleudert, wo er benommen liegen bleibt. In kurzer Entfernung sehen wir das Heiligtum. Der Frostwyrm beginnt alle im Tiefflug zu verfolgen. Wir erreichen das Heiligtum und Thorgal erschafft eine Nebelwand um uns zu verbergen, aber da ertönt schon den eisigen Hauch des Drachen. Der tödliche Atem prallt, kurz bevor er alle erreicht, an einer unsichtbaren Barriere ab. Thorgal brüstet sich damit, dass sein Zauber uns das Leben gerettet hat. Janus hält das für kompletten Schwachsinn und teilt ihm das auch so mit. Wir erklimmen alle gemeinsam die Treppe des Heiligtums. Ob Cyrills Speer, den er todesverachtend dem Drachen entgegenschleuderte, sein Ziel erreicht hat wissen wir nicht.

Wir betreten ein großes Plateau in dessen Mitte ein Altar steht der von 4 Statuen umringt wird. Es handelt sich um die alten Elfengötter, Nurti, Zerzal, Pyr Daocra und Orima. Hoch am Himmel erkennt man der Drachen der sich von uns entfernt. Thorgal legt voller Erwartung Nurtis Träne in die Schale auf dem Altar, doch nichts geschieht. Tancred und Thorgal untersuchen das Plateau mittels Magie, es ist durch eine gewaltige Kuppel fremder Magie vor äußeren Einflüssen geschützt. Wir beschließen die Zelte aufzubauen und erst einmal zu rasten. Als es dunkel wird teilen wir die Wachen ein. Die Nacht verläuft ereignislos, allerdings fällt die Temperatur so weit herab, dass sogar der Schlaf nicht mehr erholsam ist. Am nächsten Morgen erzählt uns Lafadiel von einem Traum. In diesem Traum sah sie wie unbekannte Gestalten das Heiligtum errichten und was mit Nurtis Träne zu tun ist.

Sobald die Sonne am Horizont erscheint legt Thorgal Nurtis Träne in die Schale auf dem Altar. Von jeder der 4 Statuen richtet sich ein heller Schimmer auf Nurtis Träne, woraufhin sich von dieser aus ein Strahl von gleißendem Licht Richtung Nordosten in die weite Ödnis ausbreitet. Wir sind uns sicher, dass dies unser Wegweiser sein soll, brechen sofort das Lager ab und fahren los.

Wir folgen dem Lichtstrahl, der zur Nacht verschwindet und am nächsten Tag wieder erscheint. Nach einigen Tagen sehen wir in der Ferne einen kleinen Hügel. Als wir dort ankommen erkennen wir eine Treppe die in die Tiefe führt. Die eine Hälfte der Mannschaft sichert die Eissegler, während Phileasson und Shaya mit Janus und seiner Gruppe in die Tiefe steigen. Sie gehen einen Gang hinab in die Dunkelheit und betreten einen kleinen Raum, in dem Trümmer verteilt sind. Die Tür, die aus dem Raum auf der gegenüberliegenden Seite hinausführt, ist eingeschlagen. Sie durchqueren den Raum und betreten einen Flur ähnlich dem ersten. Auch hier betritt man einen quadratischen Raum. Dort stehen, 3 scheinbar in der Bewegung erfrorene, Hochelfen. Im Raum stehen ebenfalls 4 Altäre, einer jedem Gott der Hochelfen geweiht. Einer der Hochelfen hat versucht einen der Altäre zu zerschlagen und wurde mitten in der Bewegung eingefroren. Die anderen 2 wurden anscheinend durch irgendetwas tödlich verwundet und wurden eingefroren noch bevor sie auf den Boden fallen konnten. Lafadiel erkennt sofort, dass der komplette Raum von feinen Lichtstrahlen durchzogen ist. Thorgal testet mit seinem Magierstab was beim Kreuzen eines dieser Lichtstrahlen passiert. Fast sofort schlägt an der Wand ein kleines Geschoss ein. Anhand der Überreste des Geschosses erkennt man, dass es hat sich um einen Eissplitter gehandelt hat. Thorgal untersucht die Magie der Lichtstrahlen und glaubt, dass sie ihre Kraft verlieren, wenn die Tür am anderen Ende des Raums geöffnet wird. Nach einem kurzen Augenblick durchquert Lafadiel den Raum allein um die gegenüberliegende Tür zu öffnen. Geschickt manövriert sie sich durch die Fallen, doch kurz bevor sie am anderen Ende ankommt, löst sie eine davon aus und hält sich kurz danach eine blutende Wunde am Bauch. Sie scheint jedoch nicht so schwer verletzt zu sein, als dass sie nicht weitergehen könnte. Sie öffnet die Tür und die Lichtstrahlen im gesamten Raum verschwinden. Janus begibt sich sofort zu Lafadiel und richte ein Gebet an Boron um ihre Wunde zu heilen, seltsamerweise antwortet er wie aus der Ferne. Da Janus keinerlei dämonische Präsenz spüre, ist dies ein sicheres Anzeichen dafür, dass dieses Gebäude einem anderen Gott geweiht wurde.

Der Rest der Gruppe betritt den nächsten Flur und geht weiter. Nachdem Janus Lafadiel ein wenig geheilt hat, gibt sie eine Art melodischen Singsang von sich ihre Magie zu wirken um sich selbst weiter zu heilen. Danach folgen wir den anderen in einen großen Raum, dessen Ende einen Halbkreis bildet und von einem riesigen Fresko bedeckt ist, in der Mitte des Raums steht ein großer Eissegler.

Die anderen haben bereits den Eissegler erkundet und wir stehen gemeinsam vor dem Fresko.

Auszug aus dem Tagebuch von Janus Audran:

Die Darstellungen auf dem Fresko sind sehr detailliert und man kann sogar die Gesichter der einzelnen Personen erkennen. Kunstvoll wird die Geschichte der Hochelfen erzählt. Von der Regatta, über die Vertreibung aus dem Turm und die anschließende Flucht. Zuletzt ist dieses Grab zu erkennen. Wir sind Zeugen einer der wenigen Aufzeichnungen über die Spaltung des Volkes der Hochelfen, hier sind sämtliche wichtigen Ereignisse festgehalten und ich hoffe, dass die anderen diesen Anblick zu würdigen wissen. Und plötzlich erscheinen weitere Figuren nach der letzten Zeichnung. Zuerst erkennt man nur die Umrisse, aber dann erkennt man klar und deutlich unsere Gruppe, die vor dem Fresko steht und Phileassons Männer, die vor dem Grabmal warten. Wenn hier tatsächlich alle wichtigen Ereignisse des Elfenvolkes zu sehen sind, dann sind wir ab sofort ein Teil davon.“

Shaya bittet Janus um eine kurze Unterredung unter vier Augen und sie gehen etwas zur Seite. Sie ist sich nicht sicher, ob sie stark genug für so eine Reise ist, da diese und die kommenden Aufgaben von den Göttern selbst erteilt wurde. Da ertönt von Bord des Eisseglers ein hoher und schriller Schrei. Janus zückt sofort seine Waffe um Amalia oder Lafadiel zu Hilfe zu eilen.

Dort angekommen ist keinerlei Gefahr zu erkennen, lediglich Cyrill steht mit einem Schwert in der Hand an Bord. Das Schwert gehört zu dem Leichnam, der festlich auf, auf einem Thron sitzend, dem Eissegler beigesetzt wurde. Neben diesem Thron steht ein zweiter, auf dem der Leichnam eines weiblichen Elfen sitzt. In diesen Leichnam fährt der Geist der Elfe ein, der sich seit dem Finden des Wracks in Nakilas Verstand eingenistet hat. Es handelt sich um Geschwister und anscheinend um die Anführer der Elfen mit den Pfeilen als Wappen.

Cyrill hat sich das Schwert des männlichen Elfen genommen und lässt sich auch durch eine Warnung von Janus nicht dazu bringen es wieder zurück zu legen. Was er gesehen hat, das verschweigt er uns.

Auszug aus dem Tagebuch von Janus Audran:

Dieser Cyrill ist so ein Narr. Meint alles überall aufheben zu müssen, egal wo wir sind und was es ist und wundert sich dann, wenn irgendwas Negatives geschieht. Ich höre seine Stimme förmlich in meinem Geist reden „Hey, wir befinden uns in einer alten Festung eines finsteren Schwarzmagiers, schau mal ein Ring, den probiere ich doch gleich mal an.“ oder „Wir befinden uns in einem verlassenen Palast der wohl mächtigsten Elementaristen Aventuriens, da probiere ich den Ring direkt mal aus.“ und auch „Ich befinde mich auf einem seit Jahrhunderten verschollenen Eissegler mitten im ewigen Eis, innerhalb eines geweihten Grabmals. Da nehme ich mir doch mal das Schwert, das auf dem Leichnam da ruht und schön glänzt.“ Ich bin der festen Überzeugung, dass sogar Helmut klüger als Cyrill ist. Sollte er mich irgendwann mal genau danach fragen, so berufe ich mich einfach auf das Schweigegelübde der Lex Boronia. Sogar die Aufmerksamkeit von Zerzal persönlich hat er auf sich gezogen.

Da deutet Tancred auf das Fresko. Hinter der Figur von Cyrill erscheint die Gestalt eines aufrecht gehenden Luchs‘. Das muss Zerzal sein, der Cyril strafen will, da dieser gegen ihn frevelt. Sogar als Cyrill das Schwert zurücklegt, verändert sich nichts am Fresko. Janus spricht ein kurzes Gebet zu Gunsten von Cyrill und nach einer Weile verschwindet Zerzal vom Fresko, aber Cyrill ist nun ein einen dunklen Schatten gehüllt.

Alle zusammen verlassen wir das Grabmal und Thorgal muss einen Spießrutenlauf absolvieren, da er Tancred leichtfertig einer Gefahr ausgesetzt hat. Danach sieht Thorgal ziemlich fertig aus, auch wenn er versucht es mit Würde zu tragen. Nun wird erst einmal das Lager aufgeschlagen und die Nachtruhe senkt sich über das Lager.

Am nächsten Morgen brechen wir sofort auf und folgen dem Strahl aus gleißendem Licht und in der Ferne sehen wir ihn, den Himmelsturm. Wir nähern uns mit den Eisseglern in gemäßigter Geschwindigkeit und auf einmal heben die Segler vom Boden ab. In gerader Linie fahren wir durch die Luft auf die Spitze der Felsnadel zu, denn bei dem himmelsturm handelt es sich um eine aus dem Eis ragende Felsspitze. Wir gleiten vorbei an den Leichen von Elfen die scheinbar schwerelos in der Luft hängen, an Pfeilen, die ihren Flug einfach unterbrochen haben und einigen verlassenen Eisseglern. Schließlich gelangen wir an eine Plattform, fast an der Spitze des Turms. Nur ein einziger Segler ist an der Spitze vertäut und ruht dort seit vielen Jahrhunderten. Nach einer Durchsuchung finden wir dort allerdings nichts Besonderes und machen uns auf um den Turm selbst zu erkunden.

 

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