Session 27
Scheinbar handelt es sich um Walfänger, die uns angreifen. Hätte Amalias Blase sie nicht rausgetrieben,
wären wir wohl auch unter dem Schnee unseres Iglus gefangen gewesen.
Das Gefecht wird von den Fernkämpfern eröffnet. Cyrill bekommt noch schnell eine leuchtende Rüstung
von mir verpasst, doch danach stürmen alle viel schneller als ich jemals sein werde zu den Gegnern und
lassen mich keuchend hinter sich. Wie ein Weib im Faltenrock raffe ich meine Robe und will durch den
hohen Schnee zu Janus aufschließen, um ihn ebenfalls mit einer schützenden Rüstung aus Licht zu
unterstützen. Als auch er mir davon läuft (und er ist eigentlich schon langsam mit all dem Metall am
Körper), erhelle ich die Nacht auf Seiten der Angreifer und kurz nachdem das Licht in einiger Höhe
erscheint, sieht man wie sich Fay einen der weit entfernt stehenden, gegnerischen Bogenschützen
vornimmt. Mit blutender Kehle geht er zu Boden.
Im Augenwinkel bemerke ich wie Amalia auf einen Gegner anlegt, feuert … ausgerechnet in dem
Augenblick erhebt Janus den Arm zum Schlag und der Pfeil trifft ihn. Wütend blickt er sich um, wendet
sich dann wieder dem Gegner zu und legt all seinen Zorn in den nächsten Schlag, der den Walfänger
durch seine rohe Gewalt zu Boden gehen lässt. Lafadiel scheint zu merken, dass ich außer Atem und
selbst in der hinteren Reihe eines Schlachtgetümmels immer noch sehr verloren bin und stellt sich
schützend vor mich, um mir jegliche Gefahren vom Leib zu halten. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.
Wir besiegen die Walfänger ohne größere Verluste im Kampf, die Letzten geben auf. Obwohl das
Gefecht vorüber ist, herrschen immer noch Mengbiller Verhältnisse: Für manche der eingeschlossenen
Wettfahrer kommt jede Hilfe zu spät. Thorgal organisiert die Bergungsaktion, an deren Ende alle
Thorwaler aus unserer Crew gerettet werden können. Einige von Beorns Männern finden allerdings ihre
letzte Ruhe im Yeti-Land.
Als Phileasson erscheint, wird ihm berichtet. Das anschließende Verhören des letzten ansprechbaren
Walfängers fördert nichts Aufschlussreiches zu Tage.
Nach diesem Ereignis lege ich meinen Plan einige der Männer zu überreden mit uns zu kommen und
sich gegen ihre Befehle oder Beorn zu stellen, auf Eis.
Haha! Was für ein Wortspiel! So klug und passend wie eine Gratenfelser Ehrenbürgerurkunde wert ist.
Sobald es die Lichtverhältnisse am nächsten Morgen zulassen, schwingen wir uns auf einen der
Eissegler. Ich setze mich in weiser Voraussicht einfach in die Mitte von allen, damit ich mich am Mast
festhalten kann und bei einem Aufprall auf alle anderen drauffalle. Janus und Thorgal übernehmen die
Steuerung des Gefährts, der eine am Segel, der andere am Ruder und so sausen wir über die
schneebedeckten Weiten des Yeti-Landes.
Cyrill scheint es nicht schnell genug zu gehen und er streckt die Nase in den Fahrtwind, mir allerdings ist
ganz flau im Magen und ich halte die Augen geschlossen. Die Geschwindigkeit erhöht sich aber immer
weiter je besser die beiden sich einspielen. Außer dem verlassenen Zelt eines Spähers entdecken wir
nichts außergewöhnliches.
Am zweiten Tag setzen wir uns wieder in unser unglaublich sicheres Fortbewegungsmittel und treffen
nach einiger Zeit auf die große Spalte im Eis. Der gegenüberliegende Rand ist nicht mal zu sehen. Das
Ding ist also gewaltig. Zumindest an dieser Stelle. Um doch eine Passage zu finden, fahren wir an der
Spalte entlang weiter bis wir auf ein nicht passierbares Feld stacheliger Eiskugeln treffen. Knie- bis
hüfthoch sind die Dinger. Janus untersucht eins der Gebilde und als er es mit seiner Waffe berührt, fängt
es an zu vibrieren. Wie der Blitz … also stellt Euch einen Blitz aus Blei vor, nicht aus leuchtender
Energie … rennt er zurück und verschanzt sich in letzter Sekunde hinter seinem Schild bevor das
stachelige Eisding mit einem ohrenbetäubenden Knall zerbirst. Ungefährlich prallen die Eisspitter an
Janus’ Schild ab und gehen vor unseren Füßen nieder.
Thorgal findet heraus, dass diese Eis-Igel von einer Kraftlinie im Landesinneren gespeist werden.
Irgendwas wird dann noch von einem Erzdämon namens Nagrach erzählt, aber davon will ich nichts
wissen und höre weg. Wieso stellt ein Erzdämon solche Dinger mitten im Nirgendwo auf?
Wir umfahren das Feld und kommen wieder am Rand des Spaltes an, als wir vor uns eine von dickem
Eis überzogene Kogge sehen.
Ich merke an, dass Janus im Kampf keine Emotionen zeigt. Golgarit und so 😀